
Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Niépce hergestellt.
Nach aufwändigen weiteren Experimenten nahm Nièpce 1826 in seiner Geburtsstadt Chalon-sur-Saône das erste Foto der Welt auf, einen Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers in Le Gras mit einer Belichtungszeit von acht Stunden im Format 20 × 16,5 cm. Dazu kombinierte er eine Camera obscura mit seiner Entdeckung: einem speziellen Asphalt, der durch Lichteinwirkung aushärtet. Damit konnte er Negative und recht ordentliche Abzüge erstellen (Heliographie).
1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre ein besseres Verfahren, das auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilberdämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer normal temperierten Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die auf diese Weise hergestellten Bilder, allesamt Unikate auf versilberten Kupferplatten, nannte man Daguerreotypien. Bereits 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Mit diesem Verfahren war es endlich gelungen, ein fotografisches Abbild auf Papier dauerhaft zu fixieren. Heute werden die historischen Verfahren als Edeldruckverfahren in der Bildenden Kunst und künstlerischen Fotografie verwendet.